Carolin Warnke

Fakten

Position
Senior Project Manager

Alter
40

Bei R&M seit
1998

Aufgabengebiet
Projektmanagement, Kundenberatung

Standort
R&M Rostock

 

Die Geschichte von Carolin Warnke

Seit wann sind Sie bei der R&M Group tätig?

Vor über 20 Jahren hatte ich meinen ersten Tag bei der R&M Group, die damals noch „R&M SIA Rostock, Schiffsisolierung und -ausbau GmbH“ hieß, im Petridamm in Rostock.


Was waren damals Ihre Aufgaben?

Damals stellten wir in Rostock Einrichtungssysteme für Schiffe her. Mein Aufgabenschwerpunkt war die Konstruktion. Ich entwarf mittels AutoCAD 2D-Einrichtungspläne, Wand- und Deckenrasterpläne sowie alle dazugehörigen Details und Elemente für den Innenausbau. Das ist recht aufwendig, denn dabei müssen Vorschriften, Spezifikationen, die Wünsche des Eigners sowie auch Fertigungsvorgaben im Rahmen zertifizierter Produkte eingehalten und die Vorgänge an Bord bedacht werden.


Und wie ging es weiter?

Im Laufe der Zeit sammelte ich viel Erfahrung in der Konstruktion, Fertigungsprozesse, Kenntnisse über die Abläufe im Projekt und die Praxis an Bord. Es ist sehr wichtig zu wissen, wie unsere Systeme im Schiff eingebaut werden und inwiefern Schnittstellen anderer Gewerke Einfluss auf unsere Arbeiten haben. Auch der Austausch mit den Monteuren und Lieferanten ist dabei entscheidend. Es ist ein Stück weit „Learning by doing“, weil jedes Projekt anders ist. Man lernt nie aus, was definitiv Spaß macht. Da mein Aufgabengebiet mit der Zeit immer umfangreicher wurde und ich gerne mehr Verantwortung übernehmen wollte, bot man mir die Projektleitung an. Eine Chance, die ich sofort ergriffen habe und eine Arbeit, die ich bis heute gerne ausübe.


Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag heute aus?

Heute bin ich hauptsächlich verantwortlich für die „Visual Turnkey“ Projekte auf den MV Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde, wobei es sich um die Schiffe der Global-Klasse handelt. Auch bei der Flensburger Schiffbau- GmbH & Co. KG betreue ich kleinere Projekte. Die MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern sind einer unserer wichtigsten Kunden und ich betreue sie bereits seitdem ich in Rostock arbeite. Wir freuen uns sehr über die gute Auftragslage und die anspruchsvollen Projekte.


Erzählen Sie doch mal von Ihrem derzeitigen Projekt.

Aktuell betreue ich den Innenausbau der beiden Passagierschiffe „Global 1 + 2“ der Genting Group mit einem Volumen von knapp 4.000 qm je Schiff öffentliche Bereiche für Crew und Passagiere. Diese Projekte sind sehr komplex, da es sich um eine Vielzahl an Schnittstellen sämtlicher Bereiche handelt.


Wie sind die Arbeitsabläufe im Projekt?

Neben den ersten Arbeiten an Bord, befinden wir uns im Moment zu weiten Teilen noch in der Konstruktionsphase. Parallel beginnen bereits die ersten Arbeiten an Bord und damit die Zusammenarbeit mit der Werft, die Hand in Hand geht. Sobald der Ausbau richtig losgeht, werde ich wieder sehr häufig vor Ort auf der Werft sein. Bis dahin bringe ich „die Dinge gemeinsam mit meinem Team zum Laufen“, damit wir pünktlich anfangen können und vor allem auch pünktlich fertig werden.


Was schätzen Sie besonders an der Arbeitsatmosphäre bei R&M?

Meine Kollegen – damals wie heute – haben immer ein offenes Ohr und wir unterstützen uns gegenseitig, wenn jemand Hilfe oder einen Rat benötigt. Das funktioniert auch standortübergreifend. Die Kommunikation zwischen uns ist sehr wichtig. Es gibt viele Erfahrungsträger im Unternehmen und wir alle können vom Wissen des anderen profitieren. Wir beschäftigen viele Menschen mit Ausbildungen verschiedener Fachrichtungen bei der R&M Group - das macht es so interessant und vielschichtig.


Was ist besonders herausfordernd als „Experts for ship interior.“?

Bei Passagierschiffen dieser Größenordnung bedarf es eine große Anzahl Fachkräfte. Es gibt eine Vielzahl an Schnittstellen - es fängt mit dem Engineering an und endet bei der finalen Installation und Inbetriebnahme von Systemen und das zu hoher Qualität. Als Projektleiter ist man die tragende Schnittstelle zwischen Lieferanten, Konstrukteuren, Nachunternehmern, Bauleitung, Werft, Architekten und der Reederei. Durch die große Anzahl an Gewerken und damit an beteiligten Unternehmen sowie Mitarbeitern ist gerade die Kommunikation untereinander der Schlüssel zum Erfolg. Als Auftragnehmer muss man immer flexibel sein. Das ist eine der größten Herausforderungen.

 

© Foto: Silje Paul

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